Weinschwärmerei Weingut Harm
Ein Raum kann weit mehr sein als ein Ort. Er kann Werte vermitteln, Geschichten erzählen und die Identität eines Unternehmens sichtbar machen. Genau dieser Gedanke stand im Mittelpunkt der Neugestaltung des Verkostungs- und Verkaufsraums des Bioweinguts Harm in Krustetten, Niederösterreich.
Die Familie Harm kam bereits mit einer bestehenden Raumkonzeption zu uns. Die räumliche Struktur überzeugte, die Material- und Farbwelt entsprach jedoch nicht mehr der Philosophie des Weinguts. Ziel war es daher, dem Raum eine zeitgemäße Identität zu verleihen und gleichzeitig die Werte des Familienbetriebs authentisch widerzuspiegeln.
Ausgangspunkt unseres Interior Designs war das neue Branding des Weinguts. Besonders prägend waren dabei die Farben der Weinflaschen und Weinkartons, die sich bewusst in der Material- und Farbgestaltung wiederfinden. So entstand ein harmonisches Gesamtkonzept, das Architektur und Marke miteinander verbindet und dem Raum einen hohen Wiedererkennungswert verleiht.
Natürliche Materialien spielen dabei eine zentrale Rolle. Holz schafft Wärme und Authentizität und verbessert gleichzeitig die Akustik des Verkostungsraums, sodass Gespräche auch bei Veranstaltungen in angenehmer Lautstärke möglich bleiben. Der durchgängige Terrazzoboden sorgt für Ruhe und Großzügigkeit, während schwarze Metallelemente gezielte Kontraste setzen und dem Raum eine klare, moderne Struktur verleihen. Ergänzt wird das Konzept durch eine sorgfältig abgestimmte Lichtplanung, die sowohl die Materialien als auch die präsentierten Produkte in Szene setzt und eine einladende Atmosphäre für Verkostungen schafft.
Ein besonderes Detail bildet die Dekton Küchenarbeitsplatte von Cosentino. Ihre markante Oberflächenstruktur erinnert an Weinreben und greift die Verbindung zum Produkt auf subtile Weise auf. Solche gestalterischen Entscheidungen verleihen dem Raum Charakter, ohne aufdringlich zu wirken, und machen die Philosophie des Weinguts auf einer emotionalen Ebene erlebbar.
Neben der Materialität spielte auch die Funktionalität eine entscheidende Rolle. Flexible Stehtische ermöglichen unterschiedliche Nutzungsszenarien – von Weinverkostungen über Präsentationen bis hin zu Veranstaltungen. Der Raum bleibt wandelbar und erfüllt die Anforderungen eines modernen Weinguts, ohne seine ruhige und hochwertige Ausstrahlung zu verlieren. Das Ergebnis ist ein Verkostungs- und Verkaufsraum, der weit mehr ist als ein Ort für Weinproben. Er vermittelt die Haltung des Weinguts, schafft Vertrauen und lädt Besucher dazu ein, die Qualität der Produkte bereits über den Raum wahrzunehmen. Architektur, Materialien, Licht und Markenidentität greifen nahtlos ineinander und erzählen gemeinsam die Geschichte des Bioweinguts Harm.
‘Wir sind absolut begeistert von der Zusammenarbeit mit Alexandra Moyzisch als Innenarchitektin. Sie hat unseren Verkostungsraum am Weingut mit unglaublich viel Feingefühl, Stil und Professionalität gestaltet. Ihre Präzision und ihr geschmackvolles Design haben uns von Beginn an überzeugt. Die 3D-Planung war eine enorme Unterstützung. Wir konnten uns den Raum schon im Vorfeld perfekt vorstellen und Entscheidungen viel leichter treffen. Die Farb- und Musterauswahl war hervorragend abgestimmt und hat dem Raum eine besondere Atmosphäre verliehen. Besonders beeindruckt hat uns ihre lösungsorientierte Arbeitsweise, das schnelle und reibungslose Service sowie ihre stets freundliche Art. Die Auftragsabwicklung verlief zügig und absolut unkompliziert. Das schönste Kompliment ist wohl, dass wir uns nun selbst unglaublich gerne in unserem neuen Verkostungsraum aufhalten. Ein Raum, der nicht nur unseren Gästen, sondern auch uns selbst Freude bereitet. Klare Empfehlung – herzlichen Dank für die großartige Arbeit!’ – David Harm
Dieses Projekt zeigt, wie Innenarchitektur Unternehmen dabei unterstützen kann, ihre Werte räumlich erlebbar zu machen. Denn gute Gestaltung endet nicht bei einer schönen Einrichtung – sie schafft Orte, die Identität vermitteln und nachhaltig in Erinnerung bleiben.
Kunde: Bioweingut Harm
Innenarchitekur: Moyzisch.
Fotografie: MW Architekturfotografie
Organisation & Direction: Kathi Kurzbauer | TSCS